Citizen Science

Citizen Science ist eine besondere Form von Bürgerbeteiligung, bei der sich Freiwillige aktiv an wissenschaftlichen Forschungsprojekten beteiligen.

Bei Citizen Science bringen sich nichtprofessionelle Forschende in verschiedenen Phasen eines Forschungsprozesses ein, beispielsweise bei der Datenerhebung und -auswertung, bei der Entwicklung von Fragestellungen und bei der Interpretation von Ergebnissen. Citizen Science verbindet wissenschaftliches Erkenntnisinteresse mit gesellschaftlicher Teilhabe. Sie stärkt dadurch das Verständnis für wissenschaftliche Methoden und bringt neue Perspektiven sowie lokales Wissen in die Forschung ein.

Citizen Science reicht von niedrigschwelliger Datensammlung bis hin zur aktiven Mitgestaltung von Forschung. Typische Beispiele sind:

  • Artenbeobachtung: Teilnehmende melden über Apps oder Plattformen Beobachtungen von Pflanzen und Tieren (z. B. Vogelzählungen oder Insektenmonitoring).
  • Kartierungsprojekte: Freiwillige unterstützen durch das Eintragen von lokalen Informationen die Erstellung und Aktualisierung von Karten (z. B. OpenStreetMap).
  • Historische und kulturelle Projekte: Freiwillige transkribieren Handschriften, ordnen Fotos oder erforschen lokale Geschichte, um die Arbeit von Archiven zu unterstützen.
  • Datenklassifikation: Teilnehmende helfen, große Datenmengen auszuwerten, z.B. durch die Klassifikation von Bildern (z. B. Galaxien, Tiere oder Dokumente) auf Online-Plattformen.