Umfeld- und Themenfeldanalyse

Eine Umfeldanalyse untersucht die politischen, rechtlichen, gesellschaftlichen und technologischen Rahmenbedingungen, die Einfluss auf die Ausgestaltung der Bürgerbeteiligung haben.

Sie erfasst z. B., ob es bereits gescheiterte Vorgängerverfahren gab, wie das politische Klima in der Gemeinde beschaffen ist, welche übergeordneten Planungsebenen das Vorhaben betreffen oder ob konkurrierende Prozesse gleichzeitig stattfinden. Sie arbeitet auf der Makroebene und liefert die Kontextbedingungen, unter denen alle anderen Entscheidungen getroffen werden müssen.

Die Themenfeldanalyse ist eine strukturierte Erschließung des Problemraums und befasst sich mit den inhaltlichen Fragestellungen, zu denen beteiligt werden soll.

Sie untersucht z. B. inhaltliche Abhängigkeiten und Zielkonflikte und nimmt Aspekte in den Blick, die aus Sicht der Betroffenen relevant sein könnten, in der bisherigen Planung aber noch nicht vorkommen. Die Themenfeldanalyse bildet gewissermaßen die inhaltliche Landkarte des Verfahrens und schützt davor, dass wesentliche Themen zu spät oder gar nicht in den Beteiligungsprozess gelangen.

Zusammen mit der Stakeholderanalyse bilden Umfeld- und Themenfeldanalyse die Grundlage für die Planung eines Beteiligungsprozesses.