Moderation

Moderation ist der Prozess, bei dem eine Person oder ein Team den Austausch der Teilnehmenden in einem Beteiligungsverfahren strukturiert und zu Ergebnissen führt.

Die Aufgabe von Moderatoren besteht darin, einen Dialog so zu steuern, dass alle Beteiligten ihre Meinungen, Vorschläge und Bedenken einbringen können und es – soweit möglich – zu gemeinsamen Lösungen oder einer Übereinkunft kommt. Dabei müssen sie inhaltlich neutral bleiben und allparteilich sein, also keine eigenen Meinungen oder Präferenzen einfließen lassen, sondern gezielt dafür zu sorgen, dass alle Teilnehmenden gleichermaßen zu Wort kommen.

In Beteiligungsverfahren, deren Ziel z. B. die Erarbeitung von Ideen ist, führen Moderatoren die Teilnehmenden durch verschiedene Arbeitsphasen – vom Einstieg über das Sammeln und Bearbeiten von Themen bis hin zur Planung konkreter Maßnahmen.

In konfliktreichen Prozessen besteht die Aufgabe darin, bestehende Meinungsverschiedenheiten nicht so eskalieren zu lassen, dass ein Dialog auf der Grundlage von Faktenchecks nicht mehr möglich ist. Im Rahmen der Akzeptanzkommunikation stehen Moderatoren dabei häufig vor dem nahezu unlösbaren Problem, mit dem Vorwurf der Scheinbeteiligung umgehen zu müssen.

Wichtigstes Arbeitsmittel der Moderation sind gezielte Fragen oder Arbeitsanweisungen, um Wortbeiträge einzuholen und Diskussionen zu strukturieren. Ebenso wichtig ist Visualisierung, um sicher zu stellen, dass keine Beiträge und Vereinbarungen verloren gehen.

Moderatoren benötigen ein Vielzahl von Kompetenzen, um in Veranstaltungen wertschätzend, ausgleichend und zielgerichtet zu einem Ergebnis zu kommen.