Evaluation

Evaluation ist die systematische Prüfung, ob ein Beteiligungsverfahren gut gestaltet war, seine Ziele erreicht hat und welche Wirkungen es hatte.

Eine Evaluation hebt auf vier Beteiligungsqualitäten ab.

Bei der Prozessqualität geht es um die Frage, wie gut die Durchführung war. Untersucht werden die Zugänglichkeit der diversen Veranstaltungen, die Verständlichkeit von Informationen, die Transparenz der Regeln, die Moderation und der Umgang mit Konflikten.

Bei der Beteiligungsqualität geht es um die Frage, wer hat wie teilgenommen. Untersucht werden die Repräsentativität der Teilnehmenden, die Einbindung verschiedener Gruppen durch passende Beteiligungsangebote und die wahrgenommene Fairness.

Bei der Ergebnisqualität geht es um den Output des Verfahrens. Untersucht werden die Qualität und die Umsetzbarkeit der Vorschläge, der Innovationsgrad und die Nachvollziehbarkeit der Empfehlungen.

Bei der Wirkung geht es um den Outcome, also um die Frage, welche Folgen die Beteiligung hat. Untersucht werden der Einfluss auf politische Entscheidungen, die Umsetzung von Empfehlungen, Lernprozesse bei den Beteiligten und Auswirkungen auf das Vertrauen in Institutionen.

Typische Evaluationmethoden sind die Beobachtung von Veranstaltungen, Befragungen der Teilnehmenden, das Feedback von Moderierenden und Organisatoren, die Analyse von Dokumenten und Ergebnisberichten und der Abgleich mit vorher definierten Qualitätskriterien.

Evaluationsansätze lassen sich nach dem Zeitpunkt der Durchführung und nach den durchführenden Akteuren unterscheiden.

  • Formative Evaluation beobachtet einen laufenden Beteiligungsprozess und ermöglicht es, Abweichungen von der Prozessplanung frühzeitig zu erkennen und Fehlentwicklungen entgegenzusteuern. Summative Evaluation wird nach Prozessabschluss durchgeführt.
  • Externe Evaluation wird durch unabhängige Dritte durchgeführt und gewährleistet eine unparteiische, wissenschaftliche Perspektive. Selbstevaluation erfolgt durch die am Prozess beteiligten Akteure selbst.