Beteiligungsbeauftragte sind Personen, die in einer Kommune, Organisation oder Behörde dafür zuständig sind, Beteiligungsprozesse zu koordinieren, zu fördern und zu begleiten.
Ihre zentrale Aufgabe besteht darin, Einwohner oder andere Zielgruppen aktiv in Entscheidungsprozesse einzubeziehen und ihre Mitwirkung strukturiert zu gestalten.
Zu den konkreten Aufgaben von Beteiligungsbeauftragten gehören unter anderem:
- Beratung von Verwaltung und Bürgerschaft zu Beteiligungsmöglichkeiten
- Entwicklung von Beteiligungskonzepten und Methoden
- Planung, Organisation und Moderation von Beteiligungsverfahren
- Dokumentation und Auswertung der Beteiligungsergebnisse
- Begleitung der Umsetzung von Beteiligungsergebnissen
Ein Bürgerbeteiligungsbüro (auch: Koordinierungsstelle Bürgerbeteiligung, Fachstelle für Bürgerbeteiligung, Dienstleistungszentrum Bürgerbeteiligung, Büro oder Raum für Beteiligung, Stabsstelle Partizipation, Mitmachamt) ist eine Organisationseinheit innerhalb einer Kommunalverwaltung, die als zentrale Anlauf- und Koordinierungsstelle für informelle Beteiligungsverfahren fungiert.
In der Regel sind Beteiligungsbeauftragte bzw. das Beteiligungsbüro als Stabsstelle bei der Verwaltunsspitze oder in einem Fachamt angesiedelt. In einigen Kommunen wird die Büro gemeinsam von der Stadtverwaltung und einem externen Träger betrieben.
Viele Beteiligungsbeauftragte sind im „Netzwerk Kommunale Partizipationsbeauftragte“ organisiert.
Beteiligungsbeauftragte bzw. Büros für Bürgerbeteiligung dienen der Verstetigung von Beteiligung und der Schaffung einer lokalen Bürgerbeteiligungskultur.
