Aufsuchende Beteiligung

Bei aufsuchender Beteiligung werden schwer erreichbare Menschen gezielt und persönlich angesprochen, um sie zur Mitwirkung an Beteiligungsprozessen zu gewinnen.

Viele Beteiligungsverfahren setzen auf Selbstrekrutierung oder auf schriftliche Einladungen. Bei der aufsuchenden Beteiligung werden Menschen direkt vor Ort kontaktiert. Ziel ist es, Zugangshürden zu senken und auch diejenigen einzubeziehen, die sonst nicht erreicht werden.

Typische Methoden sind:

  • Aktivierende Befragung: persönliche Gespräche, bei denen sowohl Meinungen abgefragt werden, als auch zur Mitwirkung aufgefordert wird.
  • Straßenaktionen und Infostände an belebten Orten für spontane Gespräche im öffentlichen Raum.
  • Kooperation mit Multiplikatoren z. B. in Vereinen, Nachbarschaftsinitiativen oder sozialen Einrichtungen, die Zugang zu schwer erreichbaren Gruppen ermöglichen.
  • Persönliche Ansprache mit der Bitte, sich an einem Beteiligungsprozess zu beteiligen.

Aufsuchende Beteiligung kann dazu beitragen, Beteiligungsungleichheit zu verringern.